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Was ist Mediation?
Mediation ist eine effiziente Methode, Konflikte freiwillig
und kooperativ anstatt gerichtlich und konfrontativ
beizulegen. Unter der Leitung eines neutralen Mediators/einer neutralen
Mediatorin suchen die Streitparteien selber
nach Lösungen ihres Konflikts. Nicht ein Richter oder der Mediator
entscheiden über das Verfahren.
Der Vorteil: Die Parteien sind dank Verständnis der gegenseitigen
Standpunkte in der Lage, gemeinsam konstruktive
und zukunftsgerichtete Entscheidungen zu treffen,
die als sogenannte "win-win" Lösungen
allen Beteiligten Vorteile verschaffen.
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Wann ist
Mediation nützlich?
Mediation bietet sich bei Konflikten
im Geschäftsleben vorallem an, um
- rasch und kostengünstig eine aussergerichtliche
Lösung zu finden, da keine starren Formforschriften und
Fristen beachtet werden müssen.
- bestehende persönliche Beziehungen oder Geschäftsbeziehungen
trotz eines Konflikts zu erhalten, da eine
gemeinsame und zukunftsfähige Lösung gesucht wird.
- als Partei selber massgeblichen Einfluss
auf die Lösungsfindung zu nehmen, ohne dabei auf die Geschicke
und Objektivität von Anwälten und Richtern angewiesen zu sein.
- absolute Vertraulichkeit und den guten
Ruf zu wahren, da das Verfahren nicht öffentlich ist.
- Streitigkeiten, die verschiedene Rechtgebiete tangieren,
in einem einzigen Verfahren beizulegen.
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Wozu ist Mediation geeignet?
Im Bau- und Planungsbereich eignet sich Mediation speziell, um
- bereits entstandene Konflikte
im Zusammenhang mit Verträgen zwischen Bauherren, Planern oder
Unternehmern zu lösen.
- Nachbarstreitigkeiten z.B. im
Zusammenhang mit Einsprachen bei Bauprojekten, mit Wegrechten, Immissionen
oder Baumbeständen beizulegen oder zu vermeiden.
- bereits im Vorfeld Konflikte zu vermeiden,
die z.B. bei der Aushandlung von komplexen
Verträgen oder bei Umwelt-
und Bewilligungsverfahren entstehen könnten.
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Wie läuft das Mediationsverfahren ab?
Die Parteien bestimmen zunächst gemeinsam einen Mediator bzw. eine
Mediatorin. Zu Beginn des ersten Mediationsgespräches werden Verhandlungsregeln
vereinbart, die zu respektieren sind. Jede Seite schildert das Problem
aus ihrer Sicht. Danach identifizieren die Parteien unter Anleitung des
Mediators die Konfliktpunkte und Gemeinsamkeiten. Es wird eine Reihenfolge
der zu behandelnden Themen festgelegt. Losgelöst von festgefahrenen
Positionen entwickeln dann die Parteien eigenverantwortlich Lösungsvorschläge.
Vor- und Nachteile werden abgewogen. Jede Partei hat die Freiheit, das
Verfahren jederzeit abzubrechen. Da jedoch nach zukunftsgerichteten Lösungen
gesucht wird, kommen häufig ganz unerwartete, kreative Vereinbarungen
zustande, die allen Beteiligten einen Vorteil
bringen.
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